Fragen und Antworten


Wieviel kostet der DNA-Vaterschaftstest?

Wie lange dauert der Test?

Ist die Probennahme für den
DNA-Vaterschaftstest schmerzhaft?

Welche Proben sind für den DNA-Vaterschaftstest
geeignet?

Wie genau ist der DNA-Vaterschaftstest?

Muss das Kind ein bestimmtes Alter haben?

Muss die Mutter des Kindes mit untersucht werden?

Können auch andere
Verwandtschaftsfälle geklärt werden, z.B. zwischen
Geschwistern?

Kann man mit dem DNA-Vaterschaftstest
Erbkrankheiten oder sonstige Veranlagungen erkennen?

Ich brauche ein Gutachten zur Vorlage bei
Behörden (Jugendamt oder Gericht), was muss ich tun?

Werden meine Daten bei Ihnen vertraulich behandelt?

Wieviel kostet der DNA-Vaterschaftstest?

Ein DNA-Vaterschaftstest mit Proben von Vater / Mutter / Kind kostet bei uns 240.- € (incl. MwSt.), für jedes weitere Kind bzw. für jeden weiteren möglichen Vater stellen wir 110.- € (incl. MwSt.) in  Rechnung (s. auch Preise).
Sollte eine Untersuchung misslingen, weil aus den eingesandten Proben keine DNA gewonnen werden konnte, so wiederholen wir den Test mit neuen Proben einmal kostenlos.

[top]

Wie lange dauert der Test?

Der DNA-Vaterschaftstest dauert in der Regel ca. 7 Werktage – vom Tag des Probeneinganges im Labor an gerechnet – bis zum Versand des Gutachtens.
In eiligen Fällen können wir (gegen Aufpreis von 110.- € / Fall) das Gutachten in 3 Werktagen erstellen.

[top]

Ist die Probennahme für den DNA-Vaterschaftstest schmerzhaft?

Nein, absolut nicht.

Die Zellen, die man für den DNA-Nachweis benötigt, werden i.d.R. durch einen Abstrich der Mundschleimhaut, mit einem Wattestäbchen an der Inneneite der Wangen (s. Anleitung zur Probennahme) gewonnen. Diese Methode ist völlig schmerzfrei und kann von Ihnen selbst zu Hause durchgeführt werden.

[top]

Welche Proben sind für den DNA-Vaterschaftstest geeignet?

Für einen DNA-Vaterschaftstest sind grundsätzlich alle Körpermaterialien geeignet, die menschliche Zellen enthalten. Da die DNA in jeder Körperzelle eines Menschen identisch ist, beeinflußt die Herkunft der DNA das Testergebnis in keiner Weise.

Standardmässig gewinnen wir DNA aus Abstrichen der Mundschleimhaut (s.a. Probennahme ) und aus ärztlich entnommenen Blutproben. Für diese Materialien ist die Präparation der DNA bereits im Gesamtpreis enthalten.

Technisch möglich, aber wesentlich aufwändiger, ist die Gewinnung von DNA z.B. aus benutzten Taschentüchern, Blutflecken, Kaugummis, Schnullern, Zigarettenkippen, Trinkgläsern, Haaren mit Wurzeln, abgeschnittenen Fingernägeln usw. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für diese Sondermaterialien einen Aufpreis von 90.- € berechnen müssen.
Hinweis: Der Aufpreis wird nur einmal berechnet, unabhängig von der Anzahl der Sonderproben !

Nicht geeignetes Material für eine DNA-Vaterschaftsuntersuchung ist:

  • abgeschnittene Haare

Wenn Sie vorhaben, andere als die genannten Standardmaterialien einzusenden, bitten wir Sie um telefonische Rücksprache. Wir beraten Sie gerne telefonisch!
In Österreich:      +43 (0) 7722 / 62 810
In Deutschland: + 49 (0) 8631 / 16 88 60, jeweils täglich von 08:00 – 20:00 Uhr (ausser Sonn-und Feiertags)

[top]

Wie genau ist der DNA-Vaterschaftstest?

Die DNA-Vaterschaftsanalyse ist heute das modernste und exakteste Verfahren zur Analyse von Abstammungsfällen. Es gibt grundsätzlich nur zwei Ergebnisse:

  • “Die Vaterschaft von Herrn XY ist ausgeschlossen.”Dies bedeutet, der untersuchte Mann kann zu 100% nicht der Vater des
    untersuchten Kindes sein.
  • “Die Vaterschaft von Herrn XY ist nicht auszuschliessen.”

Im Nicht-Ausschlussfall muss die genaue Wahrscheinlichkeit der Vaterschaft für jeden einzelnen Fall über statistische Verfahren berechnet werden. Die tatsächliche Wahrscheinlichkeit liegt immer über 99,999 %, wenn, wie in unserem Labor, mindestens 16 unabhängige Systeme untersucht werden. 21 unabhängige STR-Systeme werden routinemässig von uns eingesetzt, wenn eine Probe der Mutter fehlt (die Vaterschafts Wahrscheinlichkeit ist bei einer gegebenen Anzahl von STR-Systemen grundsätzlich höher, wenn eine Probe der Mutter mituntersucht wird). Mit 21 Testsystemen können wir auch bei Defizienzfällen (= Fälle ohne mütterliche Probe) eine Mindestwahrscheinlichkeit der Vaterschaft von 99,999 % garantieren.

Die genaue Wahrscheinlichkeit Ihrer Vaterschaft erfahren Sie mit dem Gutachten.

[top]

Muss das Kind ein bestimmtes Alter haben?

Nein.

Der DNA-Vaterschaftstest kann, im Gegensatz zu früheren Blut-Testverfahren, sofort nach der Geburt durchgeführt werden.

Achtung: Wenn das Kind gestillt wird, können mütterliche Zellen (aus der Muttermilch) in der Mundhöhle des Kindes das Ergebnis der DNA-Analyse beeinflussen. Dies kann zuverlässig verhindert werden, wenn nach dem Stillen mindestens eine Stunde bis zur Probennahme gewartet wird.

[top]

Muss die Mutter des Kindes mit untersucht werden?

Nein.

Wir setzen beim DNA-Vaterschaftstest bei fehlender mütterlicher Probe 21 Genorte (= STR-Systeme oder auch “Loci”) ein und erreichen damit die gleiche Sicherheit, als ob ein Fall mit Probe der Mutter mit 16 Genorten getestet wird.
Eine Einbeziehung der Mutter ist also nicht notwendig.

 

[top]

Können auch andere Verwandtschaftsfälle geklärt
werden, z.B. zwischen Geschwistern?

Ja.

Insbesondere die Frage, ob Zwillinge ein- oder zweieiig sind, läßt sich durch die verwendete Methodik eindeutig klären. Wir können jedoch auch andere Fragestellungen, z.B. ob zwei Geschwister den gleichen oder verschiedene Väter haben, ob eine Grossmutter tatsächlich Grossmutter ist usw.

Wenn Sie einen solchen Fall mit uns klären möchten, bitten wir dringend um vorherige Rücksprache.
In Österreich:      +43 (0) 7722 / 62 810
In Deutschland: + 49 (0) 8631 / 16 88 60, jeweils täglich von 08:00 – 20:00 Uhr (ausser Sonn-und Feiertags)

[top]

Kann man mit dem DNA-Vaterschaftstest Erbkrankheiten oder sonstige
Veranlagungen erkennen?

Nein.

Die Nachweissysteme erkennen Merkmale in den nicht-kodierenden Bereichen der DNA (s. wissenschaftlicher Hintergrund). Es wird also keine genetische Information im eigentlichen Sinne erhalten.

[top]

Ich brauche ein Gutachten zur Vorlage bei Behörden (Jugendamt
oder Gericht), was muss ich tun?

Unsere Gutachten entsprechen in allen Punkten den “Richtlinien zur Erstattung von Abstammungsgutachten”. Damit ein Gutachten als Beweismittel vor Gericht* zugelassen werden kann, benötigen Sie jedoch zusätzlich:

  • einen Nachweis über die Identität der Beteiligten
  • im Normalfall eine Probe und das Einverständnis der Kindesmutter

Den Identitätsnachweis erhalten Sie, wenn Sie die Probennahme durch einen Arzt, beim Jugendamt oder auch in unserem Labor durchführen und dokumentieren lassen. Sie können dazu das Formblatt Identitätsfeststellung herunterladen und ausdrucken.

Bitte beachten Sie, dass Sie zur Probennahme gültige Personaldokumente mitbringen (für das Kind ggf. Geburtsurkunde).
Beachten Sie bitte weiterhin, dass die Proben nach der Entnahme unbedingt vom Arzt bzw. vom Jugendamt an uns verschickt werden müssen!

*: Hinweis: Der Richter ist frei in der Entscheidung über die Zulassung von Beweismitteln!

[top]

Werden meine Daten bei Ihnen vertraulich behandelt?

Selbstverständlich. Ihre Daten werden ausschliesslich auf Computern ohne Internet-Anbindung ausgewertet. Nach Abschluss der Auswertungen werden Ihre Daten sowie Ihr Gutachten für die Zeit der Speicherung bei uns verschlüsselt. Wir garantieren Ihnen, dass kein Dritter irgendwelche Informationen von uns erhält, weder telefonisch noch schriftlich. Es sind Ihre persönlichen Daten. Sie können diese Daten durch uns an andere Personen weiterleiten lassen; dazu benötigen wir jedoch Ihre schriftliche Erklärung.